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Kegeln Regeln erklärt: Wurfarten, Punkte und Spielablauf

Kegeln Regeln einfach erklärt: was in die Vollen und Abräumen bedeutet, wie Holz gezählt wird und welche Spiele Hobbyrunden auf der Bahn spielen.

kegeln regeln

An meinem ersten Abend in einer neuen Kegelrunde habe ich gefragt, was wir eigentlich spielen. Drei Leute haben gleichzeitig geantwortet, und alle drei haben etwas anderes erklärt. Genau so sind Kegeln Regeln im Hobbybereich: Es gibt ein gemeinsames Grundgerüst, und darauf baut jede Runde ihre eigenen Spiele.

Was ist Kegeln? Die Grundlagen hinter den Kegelregeln

Kegeln ist ein Kugelspiel auf einer langen, schmalen Bahn. Am Ende stehen neun Kegel, und du versuchst, mit einer Kugel so viele wie möglich umzuwerfen. Jeder gefallene Kegel zählt als ein „Holz“. Damit ist eigentlich schon das Wichtigste gesagt.

Die Anzahl der Kegel ist immer neun. Sie stehen in Form einer Raute: drei Reihen zu je drei Kegeln, die Spitze zeigt zu dir. Der vordere Kegel heißt oft Vorderkegel, der hintere Hinterkegel, und in der Mitte steht der König. Er ist meist etwas größer und hat in vielen Spielen eine Sonderrolle.

Wer Bowling kennt, muss kurz umdenken. Dort stehen zehn Pins im Dreieck, und die Kugel hat drei Löcher für die Finger. Die Kegelkugel hat keine Löcher. Du hältst sie mit der ganzen Hand von unten und lässt sie flach auf die Bahn rollen.

Wenn du die Regeln einfach zusammenfassen willst, reicht ein Satz: Wer mit seinen Würfen die meisten Holz sammelt, gewinnt. Alles andere sind Varianten davon. Warum gerade diese Einfachheit Kegeln für alle Generationen so zugänglich macht, beschreibe ich in meinem Beitrag über Kegeln als Familiensport und Freizeitaktivität.

Ein Hinweis vorweg: Ich schreibe hier aus der Sicht einer Hobbykeglerin. Was ich beschreibe, ist das, was in vielen Freizeitrunden üblich ist. Im Wettkampfsport gelten eigene, deutlich genauere Regeln.

Die wichtigsten Regeln beim Kegeln für Hobbyrunden

Bevor es um Punkte und Spiele geht, gibt es ein paar Regeln, die auf fast jeder Kegelbahn gelten. Sie sorgen dafür, dass der Abend fair bleibt und niemand verletzt wird.

Nur eine Person auf der Bahn. Wer wirft, hat den Anlauf für sich. Alle anderen warten hinter der Bank oder am Tisch. Das klingt selbstverständlich, wird aber an fröhlichen Abenden gern vergessen.

Die Kugel rollt, sie fliegt nicht. Die Kugel soll flach auf der Bahn aufsetzen. Wer sie wirft wie beim Handball, beschädigt den Belag. In vielen Runden zählt ein solcher Wurf nicht.

Die Linie bleibt hinter dir. Am Ende des Anlaufs gibt es eine Markierung, über die du beim Abwurf nicht treten sollst. Wer übertritt, bekommt in vielen Runden den Wurf nicht gewertet.

Gezählt wird, was liegt. Es zählen die Kegel, die durch deinen Wurf fallen. Kegel, die von einer zurückprallenden Kugel oder einem umfallenden Nachbarkegel getroffen werden, zählen in der Regel mit. Ob ein Kegel zählt, der nur wackelt und stehen bleibt? Nein. Er muss liegen.

Warten, bis alles steht. Erst wenn die Kegel wieder aufgestellt sind und die Kugel zurück ist, kommt der nächste Wurf. Auf modernen Bahnen zeigt eine Anzeige an, wann es weitergeht.

Dass bei all diesen Regeln oft der eigene Körper der schwierigste Mitspieler ist, habe ich in Der unterschätzte Gegner auf der Kegelbahn aufgeschrieben.

Wurfarten im Detail: In die Vollen oder Abräumen

Fast alle Kegelspiele bauen auf zwei Wurfarten auf. Wer sie verstanden hat, versteht auch jedes Spiel, das sich eine Runde ausdenkt.

In die Vollen

Beim Wurf in die Vollen stehen vor jedem Wurf alle neun Kegel. Nach dem Wurf werden die gefallenen Kegel wieder aufgestellt, und der nächste Wurf trifft wieder auf das volle Bild. Du zählst einfach, wie viele Holz bei jedem Wurf fallen, und addierst.

Für Einsteiger ist das die freundlichste Wurfart. Jeder Wurf ist ein Neuanfang. Ein schlechter Wurf ist schnell vergessen, und ein guter fühlt sich sofort gut an. Wer alle neun auf einmal umwirft, hat „alle Neune“ geschafft. Wie Griff, Anlauf und Abwurf dabei funktionieren, erkläre ich Schritt für Schritt in Kegeln für Einsteiger: Technik, Ausrüstung und erste Würfe.

Abräumen

Beim Abräumen bleiben die gefallenen Kegel liegen. Du spielst auf das, was noch steht, bis alle neun gefallen sind. Erst dann wird das ganze Bild neu aufgestellt. Gezählt werden wieder die Holz, aber jetzt kommt es auf Zielgenauigkeit an.

Steht etwa nur noch ein Kegel ganz außen, reicht ein kräftiger Wurf in die Mitte nicht. Du musst die Kugel gezielt auf eine Seite setzen. Genau das macht Abräumen anspruchsvoller und für viele auch spannender.

Im Wettkampfsport werden oft feste Serien aus Vollen und Abräumen gespielt. In Hobbyrunden wechselt man meistens nach Lust und Laune oder nach dem Spiel, das gerade dran ist.

Beide Wurfarten fordern übrigens mehr vom Körper, als man denkt: Anlauf, tiefe Kniebeuge, Armschwung, und das viele Male am Abend. Wie viel Bewegung darin steckt, steht in meinem Beitrag über Kegeln als Fitnesstraining.

Besondere Würfe und ihre Namen

Auf der Kegelbahn haben viele Würfe eigene Namen. Sie zu kennen hilft, wenn die Runde am Tisch jubelt oder stöhnt und du nicht weißt, warum.

BegriffWas passiert ist
Alle NeuneAlle neun Kegel fallen mit einem Wurf
KranzDie acht äußeren Kegel fallen, nur der König bleibt stehen
PudelDie Kugel rollt in die Rinne, kein Kegel fällt
HolzEin gefallener Kegel, also ein Punkt

Der Pudel ist der Wurf, den niemand will und den trotzdem alle kennen. In vielen Hobbyrunden kostet er ein paar Cent für die Spielkasse, aus der später ein gemeinsamer Ausflug bezahlt wird. Der Kranz dagegen ist ein kleines Kunststück: Alles fällt, nur der König in der Mitte bleibt stehen. In manchen Spielen bringt er Extrapunkte.

Punktesystem und Zählweise: So gewinnst du das Spiel

Die Grundzählung ist einfach: Jedes gefallene Holz ist ein Punkt. Wer nach einer vereinbarten Anzahl von Würfen die meisten Punkte hat, gewinnt. Auf modernen Bahnen zählt eine Anzeige automatisch mit. Auf älteren Bahnen schreibt jemand auf einer Tafel oder einem Block mit.

Interessant wird es bei den Spielen, die Hobbyrunden daraus machen. Ein paar Beispiele, wie sie in vielen Runden gespielt werden:

Hausnummer. Jede Person wirft dreimal. Nach jedem Wurf entscheidest du, ob die Zahl an die Hunderter-, Zehner- oder Einerstelle kommt. Wer am Ende die höchste dreistellige Zahl hat, gewinnt. Hier zählt nicht nur Treffsicherheit, sondern auch ein bisschen Mut.

Glückszahl. Vor dem Wurf wird eine Zahl zwischen eins und neun genannt. Wer genau so viele Holz trifft, bekommt einen Punkt. Hier gewinnt oft nicht die beste Keglerin, sondern die mit dem ruhigsten Arm.

Mannschaftsspiel. Zwei Teams werfen abwechselnd in die Vollen, die Holz jedes Teams werden addiert. Das funktioniert gut bei größeren Gruppen und Familienfeiern, weil auch schwächere Würfe zum Teamergebnis beitragen.

Wichtig ist vor allem eins: Klärt die Regeln vor dem ersten Wurf. Zählt ein Wurf mit Übertritt? Wie viele Würfe hat jede Person? Was kostet ein Pudel? Fünf Minuten Absprache sparen später lange Diskussionen.

Wer regelmäßig kegelt, merkt übrigens, wie sich auch der Alltag verändert: Die Beine werden kräftiger, der Rücken beweglicher. Wie kleine Gewohnheiten dazu beitragen, steht in Fit durch den Alltag mit kleinen Gewohnheiten.

Fazit: Regeln kennen und den Kegelabend genießen

Die Regeln beim Kegeln sind schneller gelernt, als man denkt. Neun Kegel, eine Kugel ohne Löcher, jedes gefallene Holz ist ein Punkt. Dazu zwei Wurfarten: in die Vollen, wo jeder Wurf neu beginnt, und Abräumen, wo du auf die stehenden Kegel spielst. Wer das verstanden hat, kann bei jedem Kegelabend mitmachen.

Alles Weitere ist Sache deiner Runde. Manche suchen eine Kegelregeln-PDF, um alle Spiele schwarz auf weiß zu haben. Andere halten es mündlich und erklären neuen Mitspielenden einfach vor dem ersten Wurf, was gilt. Beides funktioniert. Wichtig ist nur, dass alle dasselbe meinen.

Ich habe in all den Jahren auf der Bahn gelernt, dass die Regeln nicht der Grund sind, warum man wiederkommt. Man kommt wieder, weil man sich bewegt, weil man lacht, wenn die eigene Kugel in die Rinne rollt, und weil der Mittwochabend mit der Runde einfach gut tut. Wenn du jetzt Lust bekommen hast und noch eine Bahn suchst, findest du Tipps dazu in Kegeln in der Nähe: So findet ihr die passende Kegelbahn.

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